Kilkenny (Cill Chainnigh)

Obwohl es wahrscheinlich mehr im County zu sehen gibt, machte ich dort auf meinem Weg vom Süden Richtung Dublin immer nur in der Stadt Kilkenny selbst Station; hier aber immer wieder gerne. Die von den Normannen gegründete Ansiedlung ist heute eine Stadt mit 23.000 Einwohnern und hat sich dabei ihren mittelalterlichen Charme, gerade im Stadtkern, gut bewahrt. Bekannt ist der Name zum einen wegen des hellen Lagerbieres, daß von vielen gerne als Alternative zum dunklen Stout getrunken wird, zum anderen ist es eine Hochburg des Hurley (einer ursprünglichen Form des Hockey), das in Irland Traditionssport ist. Welche Biersorte man nun bevorzugt, ist Geschmackssache. Mit den sportverrückten Iren über die Sinnhaftigkeit von Hurley diskutieren zu wollen ist allerdings reine Zeitverschwendung. Der Name der Stadt (und des Countys) spricht sich übrigens Kilk-enny aus, nicht Kill-kenny ;-) .

Ein anzusteuernder Sightseeingpoint bei Besichtigung der Stadt ist natürlich Kilkenny Castle, die vom Normannen Richard Strongbow 1172 erbaut wurde. Ursprünglich war es nur ein Holzturm, welcher erst später zu einer steinernen Trutzburg ausgebaut wurde. Der größte Teil des Schlosses stammt gar erst aus dem 19. Jahrhundert. Für eine Besichtigung des Schlosses wurden zuletzt 5,30 Euro fällig. Die sehr oft in Teilen des Schlosses stattfindenden verschiedensten Ausstellungen kosten manchmal extra. Die Außenanlagen mit Schloßgarten und Park gibt’s dagegen umsonst und ein Rundgang durch das großzügige, sehr gepflegte Areal erfreut das grüne Auge.

Wenn man dann schon am Spaziergehen ist, sollte man es nicht versäumen, die Altstadt zu durchstreifen, die nur einen Katzensprung vom Schloß aus gelegen ist. Entlang der High Street, Parliament Street und Irish Town gelangt man bis zur St. Canice’s Cathedral und kann von dort aus über die Black Abbey und St. Mary’s Cathedral gemütlich quer durch das Herz von Kilkenny flanieren.